Neuauflage: Flucht und Vertreibung

Samstag, 27. Oktober 2012 17:40

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Besprechung folgt!

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Neuauflage: Schlesien - Land und Geschichte

Samstag, 27. Oktober 2012 17:37

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Besprechung folgt!

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Ausstellung: Schloß Friedrichstein

Sonntag, 22. Januar 2012 18:16

Endlich auch in Düsseldorf: die Ausstellung “Schloß Friedrichstein in Ostpreußen und die Grafen von Dönhoff” ist bis zum 23.3.12 im Gerhart-Hauptmann-Haus zu sehen.

www.g-h-h.de

Anbei zwei Bilder, die ich bei meinem letzten Besuch in Friedrichstein 2007 aufgenommen habe.  Vom Schloß blieb nur ein Gewölbekeller übrig, während einige der Nebengebäude noch erhalten sind und heute noch genutzt werden.

In einem der Nebengebäude ist ein kleines Dönhoff-Museum eingerichtet.

Kellergewölbe des ehemaligen Schlosses

Nebengebäude

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Dieses Buch hat noch gefehlt!

Dienstag, 17. Mai 2011 10:22

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Erlebnissberichte über die Flucht und Vertreibung aus Ostpreußen gibt es viele. Hier liegt nun allerdings ein Bericht vor, der das Geschehen aus der Sicht eines Kindes schildert.

Gunter Nitsch floh siebenjährig mit seiner Familie aus Langendorf bei Schippenbeil. Er schildert in seinem Buch “Die lange Flucht aus Ostpreußen” die Geschichte seiner Familie, die auf ihrer Flucht nicht in den Westen gelangte, sondern von den Russen im später russischen Teil Ostpreußens verschleppt wurde. Ihre Flucht sollte erst 3 1/2 Jahre später enden.

Nitsch entführt uns zunächst auf das Gut seines geliebten Großvaters. Er beschwört eine heile Welt herauf, wo selbst ganze Armeen von Fliegen noch durch den Geruch von gebratenem Speck und Tilsiter Käse angelockt werden. Doch auch hier bricht eines Tages die ganze Gewalt des Krieges mit all seinen Folgen über die Familie herein. Und so müssen auch sie fliehen. Sie gelangen über das zugefrorene Haff nach Palmnicken, wo sie der russischen Armee in die Hände fallen und von Ihnen bis ins innere Ostpreußen auf eine Kolchose in der Nähe des Deimeflusses zur Zwangsarbeit deportiert werden.

Unter unmenschlichen Bedingungen müssen nicht nur die Erwachsenen arbeiten, auch die Kinder versuchen verzweifelt das Lebensnotwendigste zu “organisieren”. Das alles beherrschende Thema des Buches ist: wie kann ich überleben?

Erst als Jahre später die ersten Neusiedler dort eintreffen, werden die Deutschen nicht mehr gebraucht, und die Familie wird nach Ostberlin ausgewiesen. Von dort aus geht die Flucht weiter in den Westen.

Nitsch schreibt aus der besonderen Sicht eines Kindes, was ihm auch sprachlich sehr gut gelingt. Sein Buch liest sich stellenweise wie ein großer Abenteuerroman.

Kinder leben in der Regel im Hier und Jetzt. Und so schreibt Nitsch auch. Das alles beherrschende Thema, das ihn beschäftigt ist: wie kriege ich etwas zu essen? Wie ein roter Faden zieht sich dieser schmerzliche Hunger durch das ganze Buch.

Wir wissen wenig darüber, wie es nach dem Krieg im russischen Teil Ostpreußens war. Hier nun erfahren wir am Beispiel dieser Familie, wie es zumindest auf dem Land war. Das ist für mich das Besondere dieses Buches. Auch das meist harte, aber auch dann wieder gute Zusammenleben mit den russischen Neubürgern schildert er in diesem Buch sehr ausgewogen. Beiden Seiten gemeinsam war in der Regel, daß sie nichts hatten.

Ich (gebürtig aus Ostpreußen, Jahrgang `43) habe das Buch in 2 Tagen gelesen oder besser gesagt verschlungen, um es nach einigen Wochen noch einmal zu lesen. Und erneut hat es mich tief berührt. Ich glaube, die wenigsten Menschen machen sich eine Vorstellung davon, was Kinder damals ertragen mußten.

Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen.

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Gunter Nitsch

Eine lange Flucht aus Ostpreußen

Mit einem Vorwort von Arno Surminski

Ellert & Richter Verlag

April 2011

384 Seiten, 19,95 Euro

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Neuerscheinung: Arno Surminski

Samstag, 2. Oktober 2010 18:58

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In seinem vor wenigen Wochen erschienenen Buch “Winter Fünfundvierzig oder die Frauen von Palmnicken” kehrt der bekannte und beliebte Autor Arno Surminski in seine ostpreußische Heimat zurück.
Es dürfte für ihn ein schwerer Gang zurück in die Vergangenheit gewesen sein, mußte er doch selbst als Elfjähriger, nach der Deportation seiner Eltern in die Sowjetunion, fliehen. Er sollte seine Eltern nie wiedersehen.

Angeregt, sich diesem Thema zu widmen, wurde er zweifellos durch das Buch von Martin Bergau “Der Junge von der Bernsteinküste”. Bergau schildert darin, wie er als 16-jähriger Hitlerjunge in Palmnicken noch kurz vor dem Ende der Nazidiktatur Zeuge des Mordes an ca. 3000 zumeist jungen Frauen wurde.

Surminski setzt nun diesen Frauen 65 Jahren nach diesem schrecklichen Massaker ein Denkmal, und Dank seiner Popularität und seines Bekanntheitsgrades bewahrt er sie endgültig vor dem Vergessen.

Sehr nahe am tatsächlichen Geschehen schildert Surminski in seinem bewegenden Roman das Leben, den Leidensweg aber auch die Hoffnungen von vier jüdischen Frauen, die aus dem Ghetto Lodz in Außenlager des Konzentrationslagers Stutthoff deportiert wurden. Bei bitterster Kälte wurden sie dort mit ca. 5.000 anderen Häftlingen von der SS erst nach Königsberg und dann nach Palmnicken getrieben. Ca. 2.000 starben bereits unterwegs und die Übrigen wurden dort kaltblütig ermordet.

Er verbindet geschickt das Schicksal dieser Frauen mit dem Leid der Flüchtlinge, die sich vor den heranrückenden Russen in Sicherheit bringen wollen. Allen ist eines gemeinsam: Sie wollen überleben.

Wieder nahe an der überlieferten Wirklichkeit zeichnet er auch ein Bild der Menschen, die sich diesem Regime zu wiedersetzen versuchen.

Wer, der in der Nazizeit oder kurz danach geboren wurde, hat seine Eltern oder Großeltern nicht gefragt: ” Was habt Ihr denn während dieser Zeit gemacht?”

So läßt auch Surminski in seinem Roman Max Broder sich nach dem Tod seines Vaters fragen, was dieser wohl während der Naziherrschaft gemacht hat, und ob er schuldig wurde, da er zu Lebzeiten darauf nie eine Antwort bekam.

Er begibt sich auf Spurensuche nach Palmnicken.

In seinem Roman verwebt Surminski geschickt Fiktion und Wirklichkeit und schafft es trotz aller Tragik noch, bei allem Grauen, die Schönheiten Ostpreußens durchscheinen zu lassen.

Er überschreibt ein Kapitel seines Buches mit dem Vers “Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen” (Offenbarung Kapt. 7, Vers 17). Dieser Vers gilt eigentlich für das ganze Buch.

Für dieses Buch ist Arno Surminski zu danken.

Rezension: Jenny Wennmacher

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Arno Surminski

Winter Fünfundvierzig oder die Frauen von Palmnicken

Ellert & Richter Verlag

August 2010

336 Seiten, 3 Karten, 19,95 Euro

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Lichtbildervortrag in Viersen-Dülken

Mittwoch, 29. September 2010 19:07

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Neues Buch von Arno Surminski

Montag, 19. April 2010 17:54

Für alle Surminski-Fans hat der Ellert & Richter Verlag die schönsten seiner Erzählungen in einem Band unter dem Titel“Die masurische Eisenbahnreise und andere heitere Geschichten”herausgegeben.

In seinen bekannten Romanen hat der große ostpreußische Erzähler Arno Surminski den Menschen ihre ostpreußische Heimat zurückgeben und der Enkelgeneration die Heimat ihrer Eltern näher gebracht.

In seinen Erzählungen widmet er sich nun vorzugsweise der Welt der so genannten “kleinen Leute”. Mit viel Humor und Wärme läßt er die Leser zum Beispiel teilhaben an eine Eisenbahnreise zum deutschen Kaiser, oder erzählt, wie und warum es immer wieder zu Feuersbrünsten in Ostpreußen kam.

Berührend auch die Geschichte des Fritz Broschek, der versucht das Silber, das die Mutter als Flüchtlingsfrau dem Bauer, bei dem sie in der Scheune einquartiert war zur Ernährung ihrer Kinder Stück für Stück überlassen mußte, zum 75. Geburtstag zurückzukaufen.

Surminski bedient sich dabei einer typisch “ostpreussischen” Erzählweise, die weniger geläufigen Redewendungen erläutert er in einem Glossar.

Aber nicht nur vom Leben in Ostpreußen handeln die 27 Geschichten in diesem Band.

Da findet sich etwa “Alfons”, der an seinem 45. Geburtstag beschließt, sein Pennerleben zu beenden, oder “Herr Fernau” , dem nach seinem Ausscheiden aus der Firma nach einem langen Arbeitsleben nur noch die vielen Visitenkarten mit ihren Erinnerungen bleiben.

Jede Zeit hat ihre eigenen Probleme. Surminski jedoch versteht es mit einem Augenzwinkern, die Probleme der Gegenwart mit denen der Vergangenheit zu verknüpfen.

Ein angenehm wohltuendes Buch in dieser turbulenten Zeit.

erschienen 2010 im Ellert & Richter Verlag

248 Seiten, gebunden, 14,95 Euro

Rezension: Jenny Wennmacher

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Lichtbildervortrag in Krefeld

Sonntag, 14. März 2010 17:25

Am Donnerstag, 15. April 2010 halte ich einen Lichtbildervortrag mit dem Thema:

“Ostpreußen heute - Land der dunklen Wälder und kristall´nen Seen”.

Beginn ist um 17.30 Uhr in der Lutherkirche der evangelischen Kirchengemeinde Krefeld Süd am Lutherplatz.

Sie sind herzlich dazu eingeladen, der Eintritt ist frei.

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Surminski, Arno: “Das alte Ostpreußen”

Sonntag, 30. März 2008 18:05

Arno Surminski

“Das alte Ostpreußen”Die Literatur über Ostpreußen ist inzwischen unüberschaubar.

Reiseführer reihen sich an historische Beschreibungen, vieles wiederholt sich und doch findet man von Zeit zu Zeit noch ein Buch, das gänzlich neue Einblicke liefert.

Ein solches Werk ist “das alte Ostpreußen” von Arno Surminski, erschienen 2007 im Ellert & Richter Verlag.

Der Name des Autors läßt eher einen Roman über die Idylle des vergangenen Ostpreußen erwarten, doch weit gefehlt!

In diesem Werk geht es weniger um Text als um beeindruckende Fotografien.

Surminiski nimmt sich als Schriftsteller in diesem durchgehend bebilderten Bildband weit zurück.

Stattdessen sind die schwarz/weißen Bilder aus dem Archiv des Königsberger Denkmalamtes aus der Zeit von 1880 bis 1943 der eigentliche Schatz dieses Buches.

Bilder, die einst von professionellen Fotografen aufgenommen wurden um die Geschichte Ostpreußens zu dokumentieren, gewähren im Nachhinein einen tiefen Blick in das Ostpreußen der Jahrhundertwende.

Ein Glücksfall der Geschichte, war doch seinerzeit nicht absehbar, daß das beschauliche Ostpreußen sich Jahrzehnte später dramatisch wandeln würde.

Der erste Teil des Bandes ist den einzelnen Regionen des alten Ostpreußen gewidmet, im zweiten Teil stehen die verschiedenen Motive im Vordergrund.

Surminski führt in jedes Thema kurz ein, doch ansonsten wirken die Bilder, versehen mit informativen Untertiteln.

Und während man von Seite zu Seite tiefere Einblicke in das Ostpreußen von hundert Jahren bekommt, kommt einem vieles aus heutiger Sicht bekannt und vertraut vor und damit die Erkenntnis: Ostpreußen hat sich gewandelt, gestorben ist es nicht.

ISBN 978-3-8319-0288-0

19,90 Euro

Rezension: Oliver Wennmacher

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Jedrychowo

Sonntag, 6. Januar 2008 13:00

Jedrychowo - Heinrichshöfen

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Dieses Gutshaus aus dem 18. Jahrhundert diente einst als Jagdschloß des nahen Sorquitten.

Heute ist das Gehöft das “Hotel im Park” geworden, ein Musterbeispiel der Erhaltung historischer Bausubstanz durch behutsame Umnutzung.

www.masuren-hotel.de

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