Beitrags-Archiv für die Kategory 'Buchbesprechungen'

Neues Buch von Christopher Spatz

Montag, 21. Januar 2019 20:43

In seinem neuen Buch

“Heimatlos”

Friedland und die langen Schatten von Krieg und Vertreibung

widmet sich der durch sein erschütterndes Buch “Nur der Himmel blieb derselbe - Ostpreußens Hungerkinder erzählen vom Überleben” bekannte Historiker Dr. Christopher Spatz diesmal dem Schicksale derer, die es aus der Heimat vertrieben hat.

Es gab etliche Durchgangslager, aber keines erlangte eine solche “Berühmtheit”, wie Friedland. Seit September 1945 wurde Friedland für Millionen Menschen (Flüchtlinge, Vertriebene, Heimkehrer, Aussiedler, Spätaussiedler etc.) der Ort des Neubeginns.
Hier erfuhren sie erste Hilfe, wurden registriert, medizinisch versorgt und weitergeleitet.

Herausgekommen ist ein sehr beeindruckendes Buch über die Geschichte des Lagers und der Menschen.
Ein wahrer Glücksfall ist zweifellos, daß er auf den Fotografen Fritz Paul gestoßen ist, und seine Bilder, die dieser ab ca. 1946 in Friedland erstellt hat, in seinem Buch veröffentlichen durfte.

Wie schon in seinem ersten Buch widmet er sich vor allem den Menschen und erzählt sehr emotional deren Geschichten.

Mich persönlich hat am meisten die Geschichte der kleinen alten Frau (Seite 54) erschüttert, die, als die Heimkehrer aus Rußland kamen, ihr Schild, worauf die Daten ihres Sohnes verzeichnet waren, nah an ihr Gesicht hielt, damit nichts von den Informationen verloren ging. Ein Heimkehrer griff nach dem Schild, neigte es zur Seite und erkannte seine Mutter.

Ich kann das Buch nur empfehlen, es gehört eigentlich in jeden Bücherschrank.

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Christopher Spatz

“Heimatlos”

Ellert & Richter Verlag
Oktober 2018

224 Seiten mit 88 Abbildungen und 1 Karte(n), 19,95 Euro

Thema: Buchbesprechungen, Historisches, Königsberger Gebiet, Litauen, Masuren, Menschen, Polnisches Gebiet | Kommentare (0) | Autor: Jenny Wennmacher

Neuerscheinung Oktober 2016: Über Ostpreußens Hungerkinder

Sonntag, 27. November 2016 10:30

Christopher Spatz

“Nur der Himmel blieb derselbe - Ostpreußens Hungerkinder erzählen vom Überleben”

Ellert & Richter Verlag, 2016

336 Seiten,  16,95 Euro

Eine Besprechung dieses äußerst beeindruckenden Buches erfolgt hier in Kürze.

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Thema: Buchbesprechungen, Historisches, Litauen, Menschen | Kommentare (0) | Autor: Jenny Wennmacher

Neuerscheinungen zum Kriegsende

Montag, 27. April 2015 18:51

Zur Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren (8. Mai 1945) hat der Ellert&Richter Verlag mehrere Bücher herausgegeben.

Zwei dieser Bücher möchte ich hier vorstellen:

Neu aufgelegt wurde der schon 2005 erschienene Bildband

“Kriegsende in Deutschland”

In diesem reich bebilderten Buch werden die letzten Monate und das Ende des Krieges voin vielen verschiedenen Seiten beleuchtet.

Namhafte Autoren, wie z.B. Dr. Manfred Zeidler, Dr. Nikolas Berg, Heinrich Jaenecke und Zeitzeugen haben sich jeweils eines Themas angenommen, sei es der Einmarsch der alliierten Truppen, das Ende der Kämpfe und die Zerstörung der Städte, die Flucht aus dem Osten, oder auch die furchtbaren Bilder aus den KZs und Internierungslagern, aber auch die Rückkehr der Gefangenen und vieles mehr.

Ich kann dieses Buch nur Jedem empfehlen, zumal der Verlag diese Sonderausgabe zu einem besonders günstigen Preis anbietet.

“Kriegsende in Deutschland”

Ellert&Richter Verlag, 2015

256 Seiten mit 153 Abbildungen, 19,95 Euro

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Arno Surminski

“Als der Krieg zu Ende ging”

Als am 8. Mai 1945 der Krieg zu Ende ging, hörte zwar das Töten auf, aber für die meisten Menschen das Leiden nicht. Kaum eine Familie, die nicht von Verlust schmerzlich berührt war.

Der bekannte Schriftsteller Arno Surminski nimmt sich in den Erzählungen seines neuen Buches dieser Menschen an. Er erzählt zum Beispiel von Menschen auf der Flucht, oder den alltäglichen Mühen dieser Zeit, oder auch über eine Rückkehr nach Jahrzehnten in die alte Heimat.

Mich berührte am meisten die Geschichte einer Frau, die ihr neugeborenes Kind auf der Flucht einer Bäuerin anvertraute, um ihre vier anderen Kinder zu retten.

In Surminskis Erzählungen steckt immer auch ein Stück Hoffnung.

Arno Surminski

“Als der Krieg zu Ende ging”

Ellert& Richter Verlag, 2015

208 Seiten, 14,95 Euro

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Thema: Buchbesprechungen, Historisches, Menschen | Kommentare (0) | Autor: Jenny Wennmacher

Neuerscheinung: Schlodien und Cawinden

Sonntag, 14. September 2014 17:58

Am 21. September erscheint das Buch von Torsten Foelsch “Schlodien und Cawinden”, auf das man sehr gespannt sein darf. Da der Titel mir noch nicht vorliegt, erfolgt die Rezension zu einem späteren Zeitpunkt.
Hier aber schon vorab einige Informationen vom Cover.

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Thema: Allgemein, Buchbesprechungen, Historisches, Ostpreussennews, Polen | Kommentare (0) | Autor: Jenny Wennmacher

Ausstellung: Meine Heimat im Glas - Ravensburger Heimatvertriebene

Sonntag, 11. Mai 2014 15:41

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Heute möchte ich Ihnen eine ganz besondere Ausstellung ans Herz legen.

Im Museum Humpis-Quartier (das auch sonst sehr sehenswert ist), läuft noch bis zum 14. September 2014 die Sonderausstellung “Meine Heimat im Glas”.

Diese - aus meiner Sicht - hervorragend konzipierte Ausstellung beschäftigt sich mit jenen ca. 6.000 Heimatvertriebenen, die nach dem zweiten Weltkrieg in Ravensburg eingetroffen sind. Einzelne Personen werden vorgestellt, besonders aber der Einfluß der Flüchtlinge und Vertriebenen auf die Stadt, ihre sozialen Strukturen und die Integration. Die Entwicklung der Familien über mehrere Generationen wird dabei intensiv dargestellt.
Dem Begriff “Heimat”, und dessen Bedeutung, sowohl für die Vertriebenen, als auch deren Nachfahren wird breiter Raum gegeben und der Besucher kann sich selbst auf die Suche nach “seiner Heimat” begeben.
Wirklich sehenswert.

Dazu gibt es ein sehr umfangreiches und detailliertes Begleitbuch, sowie regelmäßige Führungen und Sonderveranstaltungen.

http://www.museum-humpis-quartier.de/mhq/museumswelten/sonderausstellungen.php

Thema: Allgemein, Buchbesprechungen, Erkundungen, Historisches, Königsberger Gebiet, Litauen, Masuren, Menschen, Ostpreussennews, Polen, Polnisches Gebiet | Kommentare (0) | Autor: Jenny Wennmacher

Jokehnen oder Die Stimmen der Anderen

Sonntag, 13. Oktober 2013 16:12

Der neue Titel von Arno Surminski ist am 12. Oktober 2013 erschienen. Eine Rezension folgt hier in Kürze.

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Arno Surminski

Jokehnen oder Die Stimmen der Anderen
Ellert & Richter Verlag
Oktober 2013
192 Seiten mit 42 Abbildungen, 19,95 Euro

Thema: Allgemein, Buchbesprechungen, Historisches, Masuren, Menschen, Ostpreussennews, Polen | Kommentare (0) | Autor: Jenny Wennmacher

Neuauflage: Flucht und Vertreibung

Samstag, 27. Oktober 2012 17:40

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Besprechung folgt!

Thema: Buchbesprechungen, Erkundungen, Historisches, Königsberger Gebiet, Litauen, Masuren, Menschen, Polen, Polnisches Gebiet | Kommentare (1) | Autor: Jenny Wennmacher

Neuauflage: Schlesien - Land und Geschichte

Samstag, 27. Oktober 2012 17:37

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Besprechung folgt!

Thema: Buchbesprechungen, Erkundungen, Historisches, Polen, Polen heute | Kommentare (0) | Autor: Jenny Wennmacher

Dieses Buch hat noch gefehlt!

Dienstag, 17. Mai 2011 10:22

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Erlebnissberichte über die Flucht und Vertreibung aus Ostpreußen gibt es viele. Hier liegt nun allerdings ein Bericht vor, der das Geschehen aus der Sicht eines Kindes schildert.

Gunter Nitsch floh siebenjährig mit seiner Familie aus Langendorf bei Schippenbeil. Er schildert in seinem Buch “Die lange Flucht aus Ostpreußen” die Geschichte seiner Familie, die auf ihrer Flucht nicht in den Westen gelangte, sondern von den Russen im später russischen Teil Ostpreußens verschleppt wurde. Ihre Flucht sollte erst 3 1/2 Jahre später enden.

Nitsch entführt uns zunächst auf das Gut seines geliebten Großvaters. Er beschwört eine heile Welt herauf, wo selbst ganze Armeen von Fliegen noch durch den Geruch von gebratenem Speck und Tilsiter Käse angelockt werden. Doch auch hier bricht eines Tages die ganze Gewalt des Krieges mit all seinen Folgen über die Familie herein. Und so müssen auch sie fliehen. Sie gelangen über das zugefrorene Haff nach Palmnicken, wo sie der russischen Armee in die Hände fallen und von Ihnen bis ins innere Ostpreußen auf eine Kolchose in der Nähe des Deimeflusses zur Zwangsarbeit deportiert werden.

Unter unmenschlichen Bedingungen müssen nicht nur die Erwachsenen arbeiten, auch die Kinder versuchen verzweifelt das Lebensnotwendigste zu “organisieren”. Das alles beherrschende Thema des Buches ist: wie kann ich überleben?

Erst als Jahre später die ersten Neusiedler dort eintreffen, werden die Deutschen nicht mehr gebraucht, und die Familie wird nach Ostberlin ausgewiesen. Von dort aus geht die Flucht weiter in den Westen.

Nitsch schreibt aus der besonderen Sicht eines Kindes, was ihm auch sprachlich sehr gut gelingt. Sein Buch liest sich stellenweise wie ein großer Abenteuerroman.

Kinder leben in der Regel im Hier und Jetzt. Und so schreibt Nitsch auch. Das alles beherrschende Thema, das ihn beschäftigt ist: wie kriege ich etwas zu essen? Wie ein roter Faden zieht sich dieser schmerzliche Hunger durch das ganze Buch.

Wir wissen wenig darüber, wie es nach dem Krieg im russischen Teil Ostpreußens war. Hier nun erfahren wir am Beispiel dieser Familie, wie es zumindest auf dem Land war. Das ist für mich das Besondere dieses Buches. Auch das meist harte, aber auch dann wieder gute Zusammenleben mit den russischen Neubürgern schildert er in diesem Buch sehr ausgewogen. Beiden Seiten gemeinsam war in der Regel, daß sie nichts hatten.

Ich (gebürtig aus Ostpreußen, Jahrgang `43) habe das Buch in 2 Tagen gelesen oder besser gesagt verschlungen, um es nach einigen Wochen noch einmal zu lesen. Und erneut hat es mich tief berührt. Ich glaube, die wenigsten Menschen machen sich eine Vorstellung davon, was Kinder damals ertragen mußten.

Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen.

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Gunter Nitsch

Eine lange Flucht aus Ostpreußen

Mit einem Vorwort von Arno Surminski

Ellert & Richter Verlag

April 2011

384 Seiten, 19,95 Euro

Thema: Buchbesprechungen, Historisches, Königsberger Gebiet, Masuren, Menschen, Polnisches Gebiet | Kommentare (1) | Autor: Jenny Wennmacher

Neuerscheinung: Arno Surminski

Samstag, 2. Oktober 2010 18:58

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In seinem vor wenigen Wochen erschienenen Buch “Winter Fünfundvierzig oder die Frauen von Palmnicken” kehrt der bekannte und beliebte Autor Arno Surminski in seine ostpreußische Heimat zurück.
Es dürfte für ihn ein schwerer Gang zurück in die Vergangenheit gewesen sein, mußte er doch selbst als Elfjähriger, nach der Deportation seiner Eltern in die Sowjetunion, fliehen. Er sollte seine Eltern nie wiedersehen.

Angeregt, sich diesem Thema zu widmen, wurde er zweifellos durch das Buch von Martin Bergau “Der Junge von der Bernsteinküste”. Bergau schildert darin, wie er als 16-jähriger Hitlerjunge in Palmnicken noch kurz vor dem Ende der Nazidiktatur Zeuge des Mordes an ca. 3000 zumeist jungen Frauen wurde.

Surminski setzt nun diesen Frauen 65 Jahren nach diesem schrecklichen Massaker ein Denkmal, und Dank seiner Popularität und seines Bekanntheitsgrades bewahrt er sie endgültig vor dem Vergessen.

Sehr nahe am tatsächlichen Geschehen schildert Surminski in seinem bewegenden Roman das Leben, den Leidensweg aber auch die Hoffnungen von vier jüdischen Frauen, die aus dem Ghetto Lodz in Außenlager des Konzentrationslagers Stutthoff deportiert wurden. Bei bitterster Kälte wurden sie dort mit ca. 5.000 anderen Häftlingen von der SS erst nach Königsberg und dann nach Palmnicken getrieben. Ca. 2.000 starben bereits unterwegs und die Übrigen wurden dort kaltblütig ermordet.

Er verbindet geschickt das Schicksal dieser Frauen mit dem Leid der Flüchtlinge, die sich vor den heranrückenden Russen in Sicherheit bringen wollen. Allen ist eines gemeinsam: Sie wollen überleben.

Wieder nahe an der überlieferten Wirklichkeit zeichnet er auch ein Bild der Menschen, die sich diesem Regime zu wiedersetzen versuchen.

Wer, der in der Nazizeit oder kurz danach geboren wurde, hat seine Eltern oder Großeltern nicht gefragt: ” Was habt Ihr denn während dieser Zeit gemacht?”

So läßt auch Surminski in seinem Roman Max Broder sich nach dem Tod seines Vaters fragen, was dieser wohl während der Naziherrschaft gemacht hat, und ob er schuldig wurde, da er zu Lebzeiten darauf nie eine Antwort bekam.

Er begibt sich auf Spurensuche nach Palmnicken.

In seinem Roman verwebt Surminski geschickt Fiktion und Wirklichkeit und schafft es trotz aller Tragik noch, bei allem Grauen, die Schönheiten Ostpreußens durchscheinen zu lassen.

Er überschreibt ein Kapitel seines Buches mit dem Vers “Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen” (Offenbarung Kapt. 7, Vers 17). Dieser Vers gilt eigentlich für das ganze Buch.

Für dieses Buch ist Arno Surminski zu danken.

Rezension: Jenny Wennmacher

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Arno Surminski

Winter Fünfundvierzig oder die Frauen von Palmnicken

Ellert & Richter Verlag

August 2010

336 Seiten, 3 Karten, 19,95 Euro

Thema: Buchbesprechungen, Historisches, Königsberger Gebiet, Menschen, Ostpreussennews | Kommentare (0) | Autor: Jenny Wennmacher